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Hyperprolaktinämie

Prolaktin, Ovarialinsuffizienz, Kinderwunschcentrum Nürnberg

 

Das Milchbildungshormon Prolaktin

Das in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildete Hormon Prolaktin fördert in der Stillzeit die Milchbildung in der Brust und unterdrückt - zu diesem Zeitpunkt sinnvollerweise - den GnRH-Pulsgenerator im Zwischenhirn und damit die Eizellreifung im Eierstock und den weibliche Zyklus. Durch diesen Mechanismus reduziert der Organismus die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Schwangerschaft, während das geborene Kind noch gestillt wird.

Die Empfängnisverhütende Wirkung des Stillens ist aber nicht sicher, so dass das Kinderwunschcentrum Nürnberg während der Stillzeit dringend zusätzliche Maßnahmen der Empfängnisverhütung (Kondom, Minipille) empfiehlt ! 

 

Prolaktin, Kinderwunsch, Ovarialinsuffizienz

 

Außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit sind es vor allem die Prolaktinome, gutartige Tumore der Hirnanhangsdrüse, die eine meist deutliche Erhöhung der Prolaktinspiegel im Serum verursachen.

Die Patientin merkt dies meist am Auftreten von Zyklusstörungen (Ovarialinsuffizienz) oder wenn eine Milchproduktion aus der Brust einsetzt (Galaktorrhoe). Eine Sehstörung ist eher selten und wird nur durch größere Prolaktinome hervorgerufen. Zum Ausschluss eines Prolaktinoms sollte bei hohen Prolaktinspiegeln immer eine Kernspintomographie der Hypophysenregion veranlasst werden.

Auch Prolaktinome werden heute in aller Regel medikamentös behandelt. Eine operative Entfernung ist nur noch selten nötig. 

 

Weitaus häufiger als durch Prolaktinome wird die Hyperprolaktinämie allerdings durch die Einnahme von Medikamenten (Psychopharmaka, Magenmittel etc.) und durch eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) hervorgerufen (vgl. Die Schilddrüse als gynäkologisches Schlüsselorgan)

Die (latente) Hypothyreose ist die häufigste Ursache der Hyperprolaktinämie und muss immer durch eine TSH-Bestimmung ausgeschlossen werden. 

 

Einmalig leicht erhöhte Prolaktinspiegel sind meist unbedenklich und häufig durch "Stress" (z.B. bei der Blutentnahme) hervorgerufen. Hier sollte vor einer Therapieentscheidung zunächst eine Kontrolluntersuchung stattfinden.

Prolaktin ist auch ein "Stress-Hormon"

 

 Hyperprolaktinämie, Medikamente, Kinderwunsch

 

Die früher häufig durchgeführte operative Entfernung von Prolaktinomen ist heute nur noch in Ausnahmefällen bei sehr großen Prolaktinomen, die nicht rasch und adäquat auf Medikamente ansprechen nötig.

 

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