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Haarausfall und vermehrte Körperbehaarung

Vermehrte Körperbehaarung (Hirsutismus)

Unter Hirsutismus versteht man das Auftreten von dunkel pigmentierten Haaren bei der Frau an Stellen, an denen sich bei der Frau normalerweise nur dünne Flaumhaare befinden. Diese Stellen befinden sich im Gesicht (Oberlippe, Wangen, Kinn), am Bauch zwischen Nabel und Schamhaargrenze, an den Oberschenkelinnenseiten und am Rücken.

Die Ursache für Hirsutismus ist in den meisten Fällen eine vermehrte Wirkung männlicher Geschlechtshormone an den Haarfollikeln. Dies kann entweder aufgrund erhöhter Blutspiegel für Testosteron, DHEAS oder Androstendion zustandekommen (Polycystisches Ovar (PCO)-Syndrom), oder an einer erhöhten Empfindlichkeit der Haarfollikel den männlichen Geschlechtshormonen (Androgene) gegenüber liegen.

Die Behandlung erfolgt meist mit speziellen oralen Kontrazeptiva (Pillen), die zum einen die Produktion von männlichen Geschlechtshormonen im Eierstock hemmen, zum anderen aber auch die Leber stimulieren einen Eiweißstoff zu bilden, der das Testosteron im Blut abfängt. Diese Substanz nennt man Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG). Es wird im Rahmen der Abklärung routinemäßig mitbestimmt.

Bestimmte Pillen beeinhalten darüberhinaus Substanzen, die die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone direkt am Haarfollikel hemmen. 

Bei Frauen, die aus bestimmten Gründen keine Pille nehmen dürfen oder diese nicht vertragen, gibt es alternative Behandlungsarten, die im Einzelfall festzulegen sind.

Grundsätzlich braucht die hormonelle Behandlung der verstärkten Körperbehaarung Zeit und etwas Geduld. Man muss in der Regel einige Monate therapieren, bis sichtbare Erfolge zu erzielen sind.

An bestimmten kosmetisch wichtigen Stellen, kann unter Umständen gleichzeitig eine lokale Therapie mit Laser oder Cremes durchgeführt werden, um dort die Haare rasch zu entfernen. Eine solche lokale Therapie ist aber nur in Verbindung mit einer medikamentösen Therapie sinnvoll, da sonst die Haare wiederkommen.

Im Gegensatz zum Hirsutismus ist eine verstärkte Behaarung an den Unterschenkeln oder den Unterarmen hat hingegen meist genetische Ursachen und ist normalerweise nicht behandlungsbedürftig.

 

 

Haarausfall (Alopezie)

Ein weiteres Symptom, das durch die verstärkte Wirkung männlicher Sexualhormone bei der Frau hervorgerufen werden kann, ist der Haarausfall (Alopezie). Hierbei kommt es bei der Frau nicht nur - wie beim Mann - zu den typischen Geheimratsecken, sondern häufig auch zu difussem Haarausfall.  Tritt dieses Symptom auf, gilt es rasch zu handeln, da es ausgesprochen schwierig und vor allem langwierig ist, einmal verlorene Haare wieder 'zurückzugewinnen'. 

Neben der Bestimmung der männlichen Geschlechtshormone und ihrer Bindungsproteine sollte auch eine Untersuchung auf wichtige Spurenelemente wie Eisen und Zink sowie eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion erfolgen. 

Die Behandlung kann dann im einfachsten Fall durch eine spezielle 'Pille' erfolgen. Häufig sind jedoch auch zusätzliche Maßnahmen wie spezielle hormon-aktive Haarwässer und Rezepturen erforderlich. 

Die Therapie des Haarausfalls gehört in die Hand des Spezialisten

 

Wir finden mit Ihnen gemeinsam den optimalen Weg zur Behandlung Ihres Problems.

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